Intensivwiese

Futter für Kühe und Insekten

Milchkühe brauchen energiereiches Futter, keine Frage. Nicht jede Wiese kann daher insektenfreundlich bewirtschaftet werden. Aber ein Nebeneinander von intensiven „Leistungsflächen“ und extensiven „Insektenflächen“ ist möglich – und hilft enorm.

 

© Johana 'Huber
© Johana 'Huber

Ein gemütlicher Spaziergang an einem Sonntagnachmittag bietet sich an, um auf Deinen Flächen in aller Ruhe geeignete Bereiche für Insekten ganz einfach selbst festzulegen. Wo sind trockene, magere oder sehr feuchte Bereiche? Es können kleine Wiesenabschnitte, Böschungen oder auch ganze Feldstücke sein. Lass diese Flächen einfach einmal für ein Jahr stehen und spar sie bei der Düngung aus. Du wirst staunen, was dort auf einmal alles herumfliegt und -hüpft. Erst im Herbst mähst Du diese Flächen, oder Du lässt sie noch über den Winter stehen, damit Tiere dort auch während der kalten Jahreszeit Rückzugsmöglichkeiten finden.

 

Generell gilt: Je mehr Sonne, umso erfolgreicher wird Deine Insekteninitiative. Wenn Du also eine intensive Wiese hast, und nicht weißt, wo Du einen Blühstreifen anlegen sollst, dann wähle sonnige Kuppenlagen. Interessante Lebensräume sind auch feuchte Senken. Auch wenn Deine Blühinsel schmal oder klein ist – ein erster Schritt ist damit getan und wachsen kann die Insel ja immer noch!

 

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© Helmut_Wurzinger_BY-NC-ND 4.0
© Helmut_Wurzinger_BY-NC-ND 4.0

Leopard in der Wiese

Die Bunte Graszirpe ist klein und harmlos, auch wenn sie vielleicht mit ihrem Leopardenmuster Gefährlichkeit vortäuschen will. Sowohl in trockenen als auch in feuchten Wiesen saugt sie mit ihren Mundwerkzeugen wie durch einen Strohhalm Pflanzensaft aus Blättern und Stängeln von Süßgräsern. Bis zu 5.000 Zikaden können auf einem Quadratmeter Wiese vorkommen – Nahrungsbasis für Spinnen, Laufkäfer, Heuschrecken und Vögel.

© Katarzyna Kwiecien
© Katarzyna Kwiecien

INSEKTEN-LEBEN!

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