Blumenwiese

Wiesen, wie für Insekten gemacht

Wenn Du noch eine dieser bunt blühenden Wiesen hast, dann hast Du für Insekten einen wirklich tollen Lebensraum. Dort wachsen viele verschiedene Pflanzen und somit auch verschiedene Blütenarten und -formen, die Nahrung für eine Vielzahl von Insekten bieten. Die Wiese ist nicht so dicht, dadurch gelangt Licht und Wärme bis zum Boden, wo viele Insekteneier ausgebrütet werden. Insektenlarven finden in solchen Wiesen Raum und Zeit zum Erwachsen werden.

 

© Wolfgang Dirscherl, pixelio
© Wolfgang Dirscherl, pixelio

Ein paar Tipps noch, wie Du die Insektenvielfalt auf solchen Flächen noch besser (!) fördern kannst. Einen sehr großen Effekt hat es, wenn Du bei jedem Schnitt ein Drittel der Fläche ungemäht lässt, oder überhaupt ein Drittel der Fläche ein Jahr lang nicht mähst. Damit die Wiese nicht leidet, sollten die ungemähten Bereiche jedes Mal woanders sein. Wichtig ist auch die Mähtechnik. Wenn Du mit einem Balkenmäher oder einem Fingermähwerk mähst, kannst Du die Verluste an Insekten gegenüber einem Scheibenmähwerk locker halbieren. Stellst Du die Schnitthöhe auf über 10 cm ein, schonst Du alle bodennahen Insekten. Viele Insekten werden – unabhängig vom Mähwerk – beim Zetten und Schwaden getötet. Die Anzahl der Arbeitsgänge sollte daher möglichst gering gehalten werden. Am besten bleibt der Schwad nach der Mahd für mindestens einen Tag liegen, damit Tiere flüchten können. 

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Insektenfreundliche Mähgeräte

Messermähwerke haben viele Vorteile, besonders für die Insektenwelt. In diesem interessantem Beitrag hat die Fachzeitschrift "Landwirt" ein System getestet.

Vor- und Nachteile des getesteten Mähers "BBU Seco Duplex 800 F":

+ Schlagkraft am Hang
+ niedriges Eigengewicht
+ geringer Leistungsbedarf
+ sauberer Schnitt durch Doppelmesser
+ hydraulischer Mähantrieb mit Drehzahlanzeige
+ automatischer Messerstopp bei Fremdkörpern
+ hohe Standzeit der Mähklingen
+ Anfahrsicherung der Seitenmähwerke
+ einfacher Traktoranbau
+ eigene Ölversorgung mit Ölkühler
+ Bodenanpassung der Mähbalken
+ Schonung der Grasnarbe
+ geringste Futterverschmutzungen
+ raschere Trocknung durch Breitablage
+ kein Zetten notwendig
+ keine Gefahr von herumfliegenden Steinen
+ Schonung der Wiesenfauna

 

– Wartungsaufwand
– höhere Konzentration beim Mähen erforderlich
– empfindlicher gegen Fremdkörper
– leichte Streifenbildung beim mittigen
Balkenantrieb
– äußeres Ende der Mähbalken im Futter schwer
erkennbar
– Verstopfungen im gemähten Gras
– hohe Vorderachslast, Heckgewicht erforderlich
– keine Anschläge der Seitenausleger (Schwadstellung)

Der gesamte Bericht ist verfügbar unter https://www.landwirt-media.com/umweltschonend-auf-voller-breite/ (kostenpflichtig)

© Livida C. Stanze CC BY-SA 2.0
© Livida C. Stanze CC BY-SA 2.0

Schwammerl für den Käfer

Der Kleine Halsbock ist ein vertrauter Anblick auf Blumenwiesen. Vor allem auf den pollenreichen Schafgarben, Skabiosen und anderen Doldenblütlern sieht man ihn häufig in den Blüten sitzen. Ungewöhnlich ist seine Larvenzeit. Die madenförmigen Larven leben im trockenen, warmen Humus in der Nähe von Eichen und anderen Laubhölzern wo sie sich vermutlich vom Pilzmyzel des Nelkenschwindlings ernähren. Ganz ist das allerdings noch nicht geklärt.

 

© Katarzyna Kwiecien
© Katarzyna Kwiecien

Ein interessantes Video über die Probleme der Mahd für Insekten, besonder für Bienen.


INSEKTEN-LEBEN!

info@themanatur.eu